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„Es ist schon etwas Besonderes sich mit der Baukunst der Jahrhunderte zu befassen, ein Gebäude zu verstehen und ihm etwas Neues hinzuzufügen“, sagt Michael Maier, Geschäftsführer von iA, einem Ingenieurbüro für Innenraumgestaltung und Architektur. Gemeinsam stellten wir uns in Seckau der Aufgabe neue Wege zu finden. Wege, die für lange Zeit Gültigkeit besitzen und die so den atmosphärischen Reichtum der 800 Jahre alten Abtei stützen.

Inspired by history

Feingefühl, Respekt und Stilsicherheit waren nur einige der Zutaten die neben humanistischen, sozialen, historischen, technischen und ökologischen Aspekten zu beachten waren. Mit der richtigen Auswahl von Konstruktion, Material und Oberfläche wird die Ruhe und Gelassenheit des sakralen Raumes gestärkt. Dabei ging es uns um spürbare Einfachheit und Schlichtheit. Denn durch den richtigen Einsatz kann das Material beinah poetische Qualitäten annehmen. Michael Maier beschreibt die Atmosphäre der Abtei so: „Das Licht bestimmt die Inszenierung der Gegenstände, Konstruktionen und Materialien durch das Licht. Die Materialen reagieren auf das Licht und Stein wird zum weichen Teppich. Zu einer großen hellen Fläche die massive Dichte abgibt. Dieses Spiel des Lichts spiegelt sich im Stein, während des Tages und auch bei Dunkelheit, wo man das Schattenspiel durch Kunstlicht verstärkt“.

 

Die Materialität ist in Räumen wie diesen also besonders wichtig. Nach über 10 Bemusterungsdurchläufen hatte Pater Johannes seine Entscheidung getroffen. Seine Wahl fiel auf THORA Stone, eine spezielle Sortierung unseres BALITH mit geflammter Oberfläche. Der harte Muschelkalk aus dem Jura ähnelt dem Spielberger Muschelkalk den man einst in der Region rund um Seckau abgebaut hatte.

BALITH
Abtei Seckau, Bodenplatten

Wunderbare Coincidences, die plötzlich Sinn ergeben und die uns einen „everything falls into place“-Moment geschenkt haben. Verlegt hat der bei sakralen Bauten erfahrene Murauer Steinmetz Egger. In 60 cm breiten Bahnen und in 3 cm Stärke. Die Kanten wurden vor Ort entschärft.

 

Gemeinsam haben wir dem atemberaubenden romanischen Kirchenraum einen neuen Boden gegeben, einen auf dem sich auch in Zukunft weiter bauen lässt.

Stone in use
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